Unsere systemische Arbeitsweise

Wir leben in Beziehungen: in der Familie, bei der Arbeit, mit Freunden… Systemische Beratung und Therapie lenkt den Blick auf diese Beziehungen. Dabei achten wir als Beraterin und Berater besonders auf wiederkehrende Muster im Miteinander. Wir begegnen allen Beziehungsperspektiven eines Systems mit einer Haltung von Allparteilichkeit. Dabei wenden wir uns jeder Sichtweise aufmerksam zu, versuchen, sie zu verstehen und allen Beteiligten dieses Verstehen füreinander zu ermöglichen, so dass jede/r für einen Moment „in den Schuhen des/ der andern“ gehen kann. Vor allem versuchen wir durch verschiedene Methoden das Zusammenspiel aller Beteiligten deutlich werden zu lassen. Es geht dann nicht mehr um die Frage, wer das Problem "verursacht" hat, sondern wie sich alle - ohne es zu wollen - in der Problemdynamik verheddert haben. Gleichzeitig fragen wir danach, wie sich das Zusammenspiel in die von Ihnen gewünschte Richtung verändern ließe.

 

​​Für Sie ist wichtig: Wir können in Beratung und Therapie nur Impulse geben. Ob und wie Sie diese Impulse aufnehmen und verarbeiten, liegt in Ihrer persönlichen Entscheidung und lässt sich nicht vorherbestimmen. Natürlich bringen wir Erfahrungen aus anderen Beratungen mit, entwickeln Hypothesen und Ideen. Aber jedes System reagiert anders und oft genug überraschend. Deswegen ist für uns die Haltung des „Nicht-Wissens“ und des offenen und erforschenden Interesses in Form einer positiv verstandenen „Neugier“ zentral.

Unser systemischer Ansatz Entwicklungsch

Wenn wir eine bestimmte Idee davon haben, was für den nächsten Schritt nützlich sein könnte, bieten wir Ihnen diese an und erklären Ihnen die Absicht. Sie überprüfen, ob sie sich darauf einlassen. Ihr intuitives Wissen, ob etwas für Sie stimmig ist, wird sich im Laufe der gemeinsamen Arbeit immer mehr entwickeln und verfeinern. Damit gewinnen Sie zunehmend Vertrauen in sich selbst und die eigene Urteilskraft.

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Wenn Sie aus einer Sitzung nach Hause gehen, möchten Sie sicher die neuen Erfahrungen und Erlebensweisen in ihrem Lebensumfeld erproben. Das ist wichtig, denn nur dort bekommen Sie Rückmeldungen darüber, ob die neuen Impulse eine Entwicklung in die gewünschte Richtung anstoßen. Aber auch, wenn sich herausstellen sollte, dass etwas noch nicht wie gewünscht funktioniert, ist dies für den Beratungs- und Therapieprozess kein Problem, sondern bereits der Beginn einer besseren Lösung. Denn dann bringen Sie Ihre Erfahrungen als authentisches feedback ihres Organismus und Ihres Lebensumfelds mit in die nächste Sitzung, so dass sie für den nächsten Schritt nutzbar sind.